In Sobottka we trust!

Es wird Zeit, dass Friedhelm Funkel wieder auf den Kaiser setzt!

Fortuna steckt in der Krise. Das ist klar. Spätestens seit Lutz Pfannenstiel auf Instagram ein Bild postete, das ihn zeigt, wie er auf den Malediven vor einem Fortuna-Handtuch meditiert. Jetzt sollen schon höhere Mächte helfen. Dabei liegt das Glück so viel näher. Es kommt aus Bottrop-Kirchhellen und heißt Marcel Sobottka. Sofern dieser die Länderspielpause nutzt, um komplett fit zu werden, und sofern auch Friedhelm Funkel eine späte Einsicht zeigt und ihn wieder aufstellt, werden wir keine fremden Götter brauchen.

Ich gebe zu: Ich bin befangen. Ich glaube mehr an Marcel Sobottka als an Gott. Ich glaube auch mehr an Marcel Sobottka als an mich selbst. Marcel Sobottka ist für mich der Schlüssel, für das Spiel der Fortuna, für das große Glück der ganzen Welt. Denn das ist ja das gleiche.

Das mag alles albern klingen, aber es stimmt: Marcel Sobottka ist der König des Rasens. Ach was, der Kaiser. Im Ernst: Wer ihn auf dem Platz beobachtet, hat manchmal das Gefühl, dass dort unten Franz Beckenbauer steht. Er steht fast immer richtig, er gewinnt die entscheidenden Bälle, und er weiß, wo sie danach hinkommen müssen.

In der Aufstiegssaison war er ein extrem wichtiger Faktor, in der vergangenen fehlte er häufig verletzt. Wenn er spielte, war er der beste Mann auf dem Platz. Als er in Hannover zur Halbzeit für Bodzek eingewechselt wurde, drehte sich das damals so wichtige Spiel komplett. In unseren besten Saisonspielen gegen Dortmund und auf Schalke war er entscheidend für die Siege – auch wenn am Ende wieder alle über Lukebakio oder Raman sprachen.

Ähnliches könnte man auch über Kevin Stöger sagen. Klar, das machen auch viele. Aber beim Sieg auf Schalke, spielte dieser beispielsweise gar nicht. Sobottka schon. Und auch beim Sieg in Bremen in dieser Saison brachte er nach seiner Einwechslung die dringend benötigte Ruhe und Ordnung auf den Platz.

Sobottka ist unterschätzt. Das liegt natürlich an seiner Position im defensiven Mittelfeld. Und ein bisschen auch an seiner Person. Er ist ein stiller Typ. Der trotzdem eine enorme Autorität in der Mannschaft genießt. Fußballspieler wissen genau, wer sie besser macht. Es wird höchste Zeit, dass Friedhelm Funkel das auch lernt.