Gehtˋs raus und spieltˋs Fußball!

Diesen legendären Spruch des Kaisers Franz Beckenbauer möchte man dieser Tage Fortuna Düsseldorf zurufen. Die Mannschaft macht in großen Teilen da weiter, wo sie letzte Saison aufgehört hat, holt vier Punkte aus vier Spielen, in denen sie in der letzten Saison keinen einzigen Punkt holte. Und das, obwohl zunächst einmal viel Qualität verloren wurde. Unter anderem in Benito Raman, über dessen wahre Ablösesumme wir anscheinend von unserem Vorstandsvorsitzenden angeflunkert wurden. Ich kann nicht beurteilen, wer Recht hat, was der Maulwurf will und welche Mails jetzt gelöscht oder gar nicht erst verfasst wurden. Das Ziel, nach der Ablösung Robert Schäfers Ruhe in den Verein zu bringen, wurde jedenfalls klar verfehlt.

Ist das dem Aufsichtsrat bzw. dessen Vorsitzenden anzukreiden?

Der Aufsichtsrat mit Dr. Reinhold Ernst an der Spitze hat Thomas Röttgermann ausgewählt. Sie haben sich wohl durch seinen guten Ruf und das augenscheinlich im ersten Moment überzeugende Auftreten (ver-)leiten lassen. Offensichtlich hat man die falsche Wahl getroffen und muss hier erneut handeln. Das Gremium Aufsichtsrat und den Aufsichtsratsvorsitzenden jetzt in Frage zu stellen, ist der falsche Zeitpunkt. Das Fehlverhalten liegt einzig und allein bei Thomas Röttgermann, der bereits seit Beginn des Raman-Transfer-Theaters eine unglückliche Figur in der Außendarstellung abgibt. Zudem ist er sich nicht zu schade, seine Mitarbeiter Lutz Pfannenstiel und Friedhelm Funkel für sich ins Feuer zu schicken.

Wir brauchen demnächst einen neuen Vorstandsvorsitzenden. Der nächste Schuss muss sitzen, man kann dem Aufsichtsrat hier nur das gleiche glückliche Händchen wie bei der Auswahl von Lutz Pfannenstiel wünschen, der sich mit seiner Art und Hartnäckigkeit in die Riege der guten Arbeiter für den Verein Fortuna Düsseldorf einreiht. 

Die Zeiten der Gebrauchtwagen- und Kunsthändler sind glücklicherweise vorbei!

Thomas Röttgermann macht eher den Eindruck eines Funktionärs, für den der Klub Mittel zum Zweck ist. Das hilft uns nicht. Fortuna Düsseldorf hat in den letzten Jahren das ruhige Arbeiten im Hintergrund ausgemacht – mit wenig Mitteln wurden geschickte und kreative Lösungen gefunden. Da müssen wir wieder hin, um zu verhindern, dass sich die Unruhe im Verein mittelfristig auf die Leistungen der Mannschaft auswirkt. Wo das hinführt, haben der VfB Stuttgart und Hannover 96 letzte Saison klar gezeigt.

Wir sind Fortuna Düsseldorf – wir können alles!

Auch in Zeiten des größten Chaos mit einem unerwarteten Auswärtssieg überraschen! Also Friedhelm, bau die angekündigte Wagenburg, lass Fußball arbeiten (und spielen) und weiter Punkte sammeln, am liebsten schon morgen in Gladbach! Lukas Schmitz und Michael Liendl haben uns am Donnerstag gezeigt, wie es geht.