Wie ein Absteiger!

Es war echt ganz harte Kost da gestern in unserer schönen bunten Schüssel. Das Wetter war mies, die Anpfiffszeit eine Frechheit, der Rasen ein Acker, der Support aus der Koksstadt beachtlich und der rot-weiße Anhang: ernüchternd.

 

Passend zu dieser miesen Grundstimmung schien das Spiel eine Kopie des Kicks in der Arroganz Arena vom vergangenen Samstag zu sein. Zwei Mal musste es für die Pottler klingeln, zwei Mal schliefen die beiden Rentner in unserer Innenverteidigung . Warum die beiden bei ihrer erschreckenden Langsamkeit immer so hoch stehen, ist mir seit einigen Spielen ein riesiges Rätsel.

Wie dem auch sei, es ging alles gut und wir konnten nach 15 Minuten sagen: Durchatmen, es steht noch 0:0. Das Highlight des Spiels folgte dann auf dem Fuße und das muss man mit Fug und Recht behaupten: Das 1:0 gegen den VfL war vermutlich eines der schönsten Tore der Fortuna in dieser furchtbaren Saison. Der gute Sercan machte das so sensationell, dass man in dem Moment dachte, man wäre vielleicht doch bei einem traditionellen 1. Liga Spiel zweier sympathischer Westvereine. 

 

Der Zeitraum zwischen Minute 20. und 62. war dann eher zum Einschlafen. Irgendwo machte die Fortuna das ganz ordentlich und doch merkte man immer wieder die Unzulänglichkeiten im Spielaufbau. Besonders der für mich immer lästig werdende Schauerte stand immer wieder wie die Ochs vorm Berg. Am liebsten würde er den Ball einfach nur wegdreschen. Anfangen kann er mit dem runden Leder jedenfalls herzlich wenig. 

Axel hingegen auf links ist spielerisch extrem limitiert und schaffte es zugegebenermaßen trotzdem, irgendwie Akzente zu setzen. Meistens durch Kampf, Kampf, Kampf. 

 

Zurück zur Überschrift:  Ab der 63. Minute zeigte die Fortuna dann das, was ein Absteiger ausmacht. Es passte alles zusammen und das in rein negativem Sinne. Wie einfach sich die Abwehr (ganz besonders wieder Julian) von Thomas Eisfeld überlaufen ließ, war bitter. Fünf Mann auf einer Reihe, keiner stoppte den Ballführenden und zu allem Überfluss machte der beste Fortune der Saison den Fehler des Spiels.

 

Das traurige Folgende (inkl. Interviewzone) schnell zusammengefasst: Unsicherheit, kein Spielfluss, Ballverlust vorm 16er (das lernt man in der C-Jugend, Finki), 1:2, mehr Unsicherheit, Riesenchance vergeben (schade, Ene mene Mu - Ihlas Bebou), mal wieder deckt keiner beim Freistoß, 1:3, langwelliges Ballgeschiebe, der lästige und überflüssige Mathis kommt, das Spiel ist aus, eigentlich alles wie immer, Spiel war aber ganz ok, unverdient, wir belohnen uns nicht, Freitag zählt.

 

Und was sagen wir? Klar, wir setzen auf Freitag und denken von Spiel zu Spiel.