Der ungewöhnliche Herr Bebou

Eine lange Geschichte hat dann doch noch einen Abschluss gefunden: Ihlas Bebou verlässt kurz vor Transferschluss unsere Fortuna und wechselt nach Hannover. In Düsseldorf lässt er dabei knapp fünf Millionen Euro Transfererlös und eine hin- und hergerissene Anhängerschaft zurück. Der “Unterschiedspieler” (Zitat Funkel) geht und es fühlt sich an, als verlässt einen die heiße Sommer-Affäre nach wilden Nächten noch vor dem Frühstück und ohne Abschiedskuss.

In vieler Hinsicht ungewöhnlich

mehr lesen

Jenseits der Euphorie

Von CG

Uff, Montag geht es schon los! Irgendwie hat man von unserer Fortuna in diesem Sommer wenig gehört. Oder liegt es an mir? Ich hatte wenig Interesse an Testspielen, Trainingslagern und Interna. Wahrscheinlich weil mich der doch noch geglückte Saisonendspurt zu sehr mitgenommen hat. Zwischen Minute 84 und 91 im Würzburg-Spiel war ich, wie viele andere auch, völlig paralysiert und hatte alle Horror-Szenarien, die jetzt 1860 getroffen haben, im Kopf.

Nun denn, wenig Nachrichten bedeuten zunächst einmal auch wenig schlechte Nachrichten. Und das ist bekanntlich bei unserem Turn- und Sportverein eher selten, wie der leidgeprüfte Fan weiß. Kurz nach Saisonende übernahmen die Pessimisten das Ruder. Die halbe Mannschaft werde uns verlassen. Ausstiegsklauseln bei Kaan Ayhan und Marcel Sobottka, Ihlas Bebou will auf jeden Fall wechseln und Rouwen Hennings sowie Kevin Akpoguma kehren zu ihren Klubs zurück.

Letzteres ist tatsächlich eingetreten und es spricht für die gute Arbeit der sportlich Verantwortlichen, dass es nicht zum großen Kehraus kam ( gut, bei Ihlas ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, aber auch hier handelt man sehr konsequent). Allerdings waren das zunächst die einzigen guten Nachrichten, weil sich die ersten Transfers ein wenig hinzogen. Um der sich einstellenden Enttäuschung auf Fanseite entgegen zu wirken, formulierte Robert Schäfer den Anspruch, unter die ersten Sechs zu kommen. Friedhelm Funkel bestätigte, dass das möglich sei, wenn man das aktuelle Team auf 4-5 Positionen verstärkt.

Werden wir jetzt Sechster, oder was?

mehr lesen

Funkel, erhöre mich!

Von MT

Nun ist es wieder soweit! Die Herren bleiben sitzen, die Damen lassen all ihre Hemmungen fallen - die Saison geht los. Ach wäre doch alles so einfach wie unser Altbierlied. Oder besser: Hätten wir immer diese Laune, wenn es um unsere Fortuna geht. Leicht betrunken, tanzwillig und eine hübsche Frau im Arm. Aber nein, das ist unsere Fortuna leider nicht. Unsere Fortuna ist mehr wie "alles aus Liebe" oder wie "wünsch dir was" oder "halbstark".

Nachtigall, ick hör dir trapsen

mehr lesen

Saison-Prognose 2017/2018: Es geht voran!

Von SvD

Ein Glück, die Sommerpause ist fast vorbei. Da hat man es in Liga 2 als Fan doch ein wenig angenehmer: die Spiele starten noch bevor das Herbstwetter einen wieder in die Regenjacke zwingt. Und bis auf wenige Ausnahmen waren sowohl das Wetter als auch die Düsseldorfer Saisonvorbereitungen ganz in Ordnung. Man kann fast von der neuen Langeweile-Fortuna sprechen so unspektakulär gehen wir in die nächste Spielzeit.

Aufreger? Fehlanzeige!

mehr lesen

Was ist faul am Flinger Broich?

Marcus Iunius Brutus - einer der Mörder Caesars
Marcus Iunius Brutus - einer der Mörder Caesars

Von SvD

Sommer in der Stadt! Milde Temperaturen seit Wochen, viel Sonne, das Leben findet draußen statt und alles erblüht. Traditionell die Zeit, in der der Outdoor-Sport Fußball Pause macht - damit alle pünktlich zum herbstlichen Nieselwetter wieder ausgeruht im zugigen Stadion stehen können. Immerhin legt der Frühsommer damit eine wohlige Decke aus Sonnenschein über viele der ärgerlichen Ereignisse im holprigen Saisonausklang der Fortuna.

Et hät noch emmer joot jejange

mehr lesen

Geht`s noch?

Von CG

 

„Oh, Fortuna, so wunderschön, wir fahren überallhin, um Dich zu sehen.“

 

Von wunderschön war der Vortrag der Fortuna leider so weit entfernt, wie die Erde von Alpha Centauri - Lichtjahre!

 

Unser Problem ist, dass wir etwas zu verlieren haben. Das ist jedem Mitarbeiter, Fan und Sympathisanten bewußt. Ein Abstieg katapultiert uns in die Bedeutungslosigkeit und hat nicht absehbare Auswirkungen auf die Finanzen. Selbst Klubs wie der FSV Frankfurt, die seit Jahren mit dem Abstieg mehr oder weniger rechnen mussten, hat die 3. Liga in die Insolvenz gerissen. Nur unsere Spieler haben es ja nicht kapiert! Doch, haben sie, denn das hat man gestern eindeutig und schmerzlich gesehen. So spielt nur eine Mannschaft, der voll und ganz bewußt ist, dass mit einem Abstieg ihre persönliche Zukunft als auch die des Vereins in den Sternen steht - man nennt das auch lähmende Abstiegsangst.

 

Nur so lässt sich das schlechteste Fortuna-Spiel seit Gründung dieses grandiosen Vereins erklären.Das schlechteste Spiel? Wirklich? Ich frage mich, wo die, die diese Urteile aussprechen, die letzten dreißig Jahre waren. Aber die Natur des Menschen und erst recht des Fans neigt ja dazu, die Vergangenheit zu verklären und schlimme Erlebnisse zu verdrängen. Fortuna spielt eigentlich nie schön und selten erfolgreich. Ich habe in der Vergangenheit so viele, wild in der Gegend herumirrende Fortuna-Mannschaften gesehen, dass mir der Unterschied zum Auftritt gestern deutlich aufgefallen ist. Das Team, so unterirdisch es gestern auch war, verfügt über eine defensive Grundordnung, die es einhält, egal in welcher Konstellation es auf dem Rasen steht. Zudem hat es den Willen, füreinander zu kämpfen und miteinander zu arbeiten. Diese beiden Eigenschaften haben ihm die Trainer vermittelt, auch wenn das hier keiner mehr glauben mag. Das Problem, welches nun dringend angegangen werden muss, ist die Blockade im Kopf, die die Kicker augenscheinlich lähmt. Bis zum Nürnberg-Spiel ist dazu eine Woche Zeit und die werden die Trainer nutzen, um daran zu arbeiten.

 

Ist ein Trainerwechsel sinnvoll?

mehr lesen 0 Kommentare

Alles aus Liebe - Alle ins Stadion

0 Kommentare

Überwiegend harmlos

Von SvD

Im epochalen Nerd-Meisterwerk von Douglas Adams reist ein gewisser Arthur Dent „Per Anhalter durch die Galaxis“ und erlebt allerlei schräge Dinge. Im nach wie vor recht spannenden Rennen um den Platz an der Sonne (Aufstieg), die goldene Ananas und den Untergang (Abstieg) in der zweiten Fußballbundesliga erlebt Fortuna Düsseldorf derzeit vor allem Verwirrung. Was nun ein Nerd-Roman mit drölftausend torlosen Minuten in Rot-Weiß zu tun hat? Nicht viel, aber da hier eh keiner mehr mitliest, darf ich als Nerd mich mal austoben.

 

Harmlos

mehr lesen

Randerscheinungen und Dorfvereine

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:San_Martin_de_Tor_-_Seres.jpg

Von SvD

Wenn man sich außerhalb der reinen Sportausübung während des Spiels und der verbundenen Begleiterscheinungen (Transfers, Trainer, Taktik) mit dem Fußball und vor allem seinen Fans beschäftigt, dann sieht die Welt schnell düster aus. Es wird gekämpft im deutschen Fußball: für die Tradition, gegen den Kommerz, für die Pyrotechnik, gegen die Polizei und natürlich immer gegen den Gegner. Gegen Letzteren notfalls mit Fäusten, ist ja schließlich irgendwie auch schon Tradition.

Begleiterscheinungen, persönlich betrachtet

mehr lesen

Wat soll dä Kwatsch?

Von CGi

Et es, wie et es! 25 Punkte aus 17 Spielen holen und relativ fern von Gut und Böse in der Tabelle stehen? Das hatte ich zum Saisonstart für recht unmöglich gehalten!

 

 

Aber unsere Launische Diva vom Rhein hat sich von ihrer besseren Seite gezeigt. 

Wat wells de maache?

mehr lesen

Der Düssel-Dusel und die Altersvorsorge

(cc by Umberto Salvagnin; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Luck_is..._%28explored%29.jpg)

Von SvD

Fortuna spielt in Würzburg unentschieden und nimmt Auswärts einen Punkt mit. Soweit das sachliche Ergebnis des 15. Spieltags aus Düsseldorfer Sicht. Doch das beherrschende Wort in der Berichterstattung und auch den Statements der Spieler ist der “Dusel”. Denn der Punktgewinn ist ehrlicherweise im Bereich zwischen glücklich und unverdient einzuordnen, je nach dem welche Perspektive man einnehmen mag. Doch haben wir jetzt gar so etwas wie den Bayern-Dusel? Das Glück auch bei schlechtem Spiel am Ende immer etwas mitzunehmen, quasi der “Düssel-Dusel”?

Unser Glück hat einen Namen

mehr lesen

Die Probleme der Anderen

Von CG

 

Als Sympathisant der Fortuna schaut man gerade wie auf Wolke Sieben schwebend auf das bunte Treiben in den anderen Fußball-Hochburgen und sieht vielerorts die bekannten Trainer-Entlassungen, Kurzfrist-Effekte und Vorstands-Klüngeleien.

 

 

Interessanterweise sind die aktuellen Fußball-Problemfelder geographisch sehr nah beieinander und bei Fortuna selbst scheint es auch nicht nur vorweihnachtlich besinnlich zuzugehen. 

Der Norden:

mehr lesen

Ein Team

 

Von MT

Immer wieder kommt es vor, dass man unter Freunden in geselliger Runde wie wild über Fußball diskutiert. Häufig ist es die Fortuna, aber auch die Situation in der Bundesliga ist immer wieder der Grund für Meinungsverschiedenheiten und ausufernde Gespräche. Sei es der lächerliche HSV, die kriselnden Bayern, der Bullen-Club oder der plötzliche Erfolg der Frankfurter Eintracht.

 

Eigentlich ist meine Meinung grundsätzlich immer die Gleiche. Natürlich gibt es individuelle Fehler im Spiel, taktische Fehlgriffe, individuelle Klasse oder Verletzungen von entscheidenden Stammspielern. Klar, manchmal sind es die Kleinigkeiten, die Spiele oder über das Schicksal einer Mannschaft entscheiden. Doch langfristig ist für mich immer eine Tatsache am wichtigsten. Es muss ein Team auf dem Platz stehen. Eine Mannschaft. Eine Truppe, bei der sich jeder für den anderen den Hintern aufreißt. Ist das nicht der Fall, bleibt der Erfolg aus. Sei es der HSV in dieser, Stuttgart in der vergangenen Saison. Individuelle Klasse reicht einfach nicht aus.

Der Beweis am Freitag

mehr lesen

Danke Axel! Danke Michael!

Von CG

Hinweis: Der folgende Text ist kein klassischer Blogeintrag von uns, sondern ein persönliches Dankeschön von mir. Wen also der private Kram nicht interessiert, der sollte nicht weiterlesen ;-)
mehr lesen

Wärst Du doch in Düsseldorf geblieben!

VON CG

Dieser Klassiker von Dorthe Kollo fällt mir ein, wenn ich an den kommenden Freitag denke (übrigens auch schön neu interpretiert von der Halbangst-Gang, siehe Video).

 

Fortuna spielt gegen Dynamo Dresden und einer kehrt zurück, der nie hätte gehen dürfen. Ich lese aktuell das Buch von Frank Lehmkuhl über diesen Einen, der ein ganz besonderer Typ ist und von der Art von Typen es nicht so viele gibt. Das Buch bringt einen zurück in eine dunkle Zeit, die irgendwo im Langzeitgedächtnis vor sich hin schlummert. Fortuna ist am Ende, hoffnungslos verschuldet und in den Niederrungen der Oberliga abgetaucht. Es bringt die Trostlosigkeit und Perspektivlosigkeit dieser Zeit zurück, die in unserem aktuell schicken Zweitliga-Dasein nicht mehr präsent ist. In dieser Zeit fegt plötzlich so ein Schlaks übers Feld, meist schneller als alle anderen, aber auch als der Ball - trotzdem macht es Freude, ihm zuzusehen, denn er kämpft, bis der Schiri das Spiel abpfeift.

 

Und er entwickelt sich, obwohl die meisten es ihm nicht zutrauen. Fortuna steigt in die Regionalliga auf, die ersten sagen schon: "Dat wird eng für dä Lambertz!" Es wurde auch für die Fortuna in der Regionalliga häufiger mal eng. Man musste den Blick in der Tabelle meist eher nach unten senken, um die Platzierung zu finden.

mehr lesen

Jungs, die Anderen können auch kicken!

Von CG

Wenn ich mit meiner Hobbytruppe spiele und wir den Gegner in einem mal wieder grausamen Spiel knapp niedergerungen haben, kommt von einem Kumpel von mir immer der grandiose Ausruf in Richtung des Gegners: "Wat ne Klatsche!"


Der Ausspruch passt am heutigen Abend zur Fortuna. Allerdings wurde sie nicht in einem Pokalfight knapp niedergerungen, sondern in den ersten zwanzig Minuten des Spiels geschlachtet.

Woran lag es heute?

mehr lesen

In Friedhelm we trust!

Von CG

Der Auswärtssieg bei den Sechzgern hinterließ euphorisierte Fans. Zu Recht, denn wie schon gegen Bochum spielte Fortuna in der 1. Halbzeit wie aus einem Guss und lies dem Gegner keinen Raum, sich zu entfalten.

Insgesamt gesehen war es eines der besten Auswärtsspiele der jüngeren Fortuna-Zeit.

Doch wer Superlative vergibt, muss sich auch mit dem Geschehen im Hintergrund befassen.

Rensing wird zu schlecht bewertet

mehr lesen

Auf in die Metropolen!

Von MT

Man muss ja wirklich sagen, dass unsere inzwischen etablierte 2.Liga-Mittelmäßigkeit auch etwas Gutes hat. Durften wir nach unserem 1.Liga-Abstieg noch mit Ansprüchen in die Saison gehen, so sind wir aktuell nur noch ein normales, zweitklassiges Durchschnittsteam. Von Aufstiegsaspirant ist nicht mehr die Rede. Eher sorgt man sich um unseren Verbleib. 

 

Vereine wie der VfB stehen nun im Fokus. Die Schwaben dürfen in der Hinrunde am gehassten Sport1-Montagabend gleich vier Mal ran. Und wir? Einmal auf dem Betzenberg und das war es erstmal. Mit Blick auf die letzten drei Jahre ging es mit den Montagsspielen sowieso bei uns jedes Jahr zurück. Vor drei Jahren durften wir in der Hinrunde noch fünf Mal ran, ein Jahr später waren es vier Partien und letztes Jahr nur noch drei Mal. Abgerundet wurden die Vorstellungen durch ein mieses 0:0 in Paderborn. 

Uns doch egal!

mehr lesen

Titelverteidigung gefährdet!

Von CGi

Schaut man sich auf den Fußballplätzen der Republik um, macht sich vielerorts Ernüchterung breit.

Im Norden übt man sich eifrig in Trainerwechseln, Ingolstadt durchlebt das schwierige zweite Jahr nach dem Aufstieg und Schalke bleibt Schalke, ein wie es scheint unzähmbarer Club.

 

Eine Etage tiefer gibt es auch viele, die sich mehr ausgerechnet haben, Nürnberg, Kaiserslautern und 1860 sicherlich, aber auch Stuttgart und Hannover hatten bestimmt gedacht, einfacher durch die Liga zu marschieren. Und selbst die Bayern haben jetzt schon ein Spiel verloren! Gut, es war in der Champions League und der Gegner hieß Atletico Madrid (gegen die man im Halbfinale der vergangenen Saison ausgeschieden war), aber trotzdem! Die Unzufriedenheit tritt mehr oder weniger offen zu Tage.

mehr lesen

Skandal! Fortuna gewinnt überraschenderweise!

Von SvD

Die Fortuna-Welt war am letzten Samstag in gewohnter und bekannter Ordnung: eine Auswärtsschlappe in der Fußball-Hochburg Heidenheim eingefahren, lahmer Auftritt der Mannschaft, Perspektive auf die kommenden Spiele gegen Bochum und Braunschweig düster. Soweit also alles so, wie es der leidgeprüfte Anhänger aus den letzten Saisons gewohnt ist.

Trainer unfähig, Spieler talentfrei, Vorstand abgetaucht

mehr lesen

Ein fast perfekter Sonntag

Hexerei in der Hölle

Von CG
"Willkommen in der Hölle!“ lautet ein bekannter Spruch der Lauterer Fans. Gestern jedoch war es irgendwie verhext in der Hölle.
Da war zum einen die Sparte der Gästefans, die den Roten Teufeln offensichtlich mit Maskottchen und Hexerei begegnen wollte, zum anderen hatte Hexer Rensing wieder einen guten Tag erwischt und hexte den Ball ein ums andere Mal aus dem Strafraum. 
Die größte Überraschung war jedoch, wie souverän die neue Innenverteidigung, gebildet aus Batman und Robin, ihren Streifen herunterspielte, Bälle ablief, wegköpfte, Angriffe durch frühzeitiges Stören unterband. Einzig das Aufbauspiel ist sicherlich verbesserungsbedürftig, aber man kann schlechter in eine Profikarriere als Innenverteidiger starten als ohne Gegentor auf dem Betzenberg zu bleiben. 
Verhext war irgendwie auch, dass Fortuna trotz gut herausgespielter Möglichkeiten den Ball nicht im Tor unterbrachte - was für die Lauterer Spieler aber genauso galt.
mehr lesen

Ein Blick zurück - Glücklich im Hier und Jetzt

Von MT

Aktuell lehnt man sich zurück. Man genießt den Moment, denn wer weiß, was unsere launische Diva diese Saison noch im Angebot hat. Doch warum Schwarzmalen? Strich drunter, wir haben vier Punkte aus zwei Spielen und sind im DFB Pokal eine Runde weiter. Hätte uns jemand diese Konstellation vor drei Wochen andrehen wollen, wir hätten alle begeistert und mit einem breiten Grinsen zugeschlagen. 

 

Vor einem Jahr

mehr lesen

Ein Plädoyer für die Dauerkarte

Von MT

Ich arbeite nicht bei Fortuna (obwohl ich immer davon träumte) und ich werde auch nicht von der Fortuna bezahlt. Aber ich sage Euch eins, ihr Studentenköpfe, ihr Anfang-Mitt-Ende-Dreißiger, Anfang 40iger und alles was da drüber kommt: Holt Euch verdammt nochmal eine Fortuna Dauerkarte. Am Freitag beim ersten Heimspiel wusste ich wieder, dass ich alles richtig gemacht habe. 

90 Minuten Brennen

mehr lesen

Wir sind wieder da!

Von CG

Diesen Klassiker riefen die Fans auf der Südtribüne nach Spielende, als die Mannschaft begann, sich zu den Feierlichkeiten zu formieren. Und irgendwie passt er zu diesem Fußballabend.

Freitag, 20.30 Uhr, Fortuna Düsseldorf gegen VfB Stuttgart, das klingt schon ein wenig nach Bundesliga. Solch einem Spiel fiebert man entgegen! Schon das Spieltagsplakat macht Lust auf mehr: "Endlich wieder Funkeln in den Augen!" Endlich wieder Fußball, endlich wieder ein Heimspiel! Komisch, irgendwie muss man als Fortuna-Fan Weltmeister im Verdrängen sein, denn sonst würde es einem die Kombination Fußball, Heimspiel und Fortuna nur kalt den Rücken runter laufen lassen.

mehr lesen

SVS-F95: Und alle hatten recht!

Von SvD

Man tat sich schwer vor dem ersten Ligaspiel die möglichen Leistungen, Erwartungen und Resultate unserer Fortuna in dieser Saison einzuschätzen. Und auch wir hier am ganz weit entfernten digitalen Spielfeldrand haben dann insgesamt drei unterschiedliche Vorahnungen gehabt.
In den einschlägigen Foren, echten und virtuellen Stammtischen herrschte wie üblich optimistischer Fatalismus: Wundertüte, Geheimfavorit, Abstiegskandidat… irgendwie war alles dabei. Wenn vor dem Spiel in Sandhausen etwas klar war, dann der Fakt, daß nichts wirklich abzuschätzen war. Und so wurde dann am Sonntag im Hardtwald-Stadion beim Stand von 2:2 abgepfiffen. Leistungsgerecht, wie man im Fußball-Deutsch sagt. Und in diesem Spiel war dann auch für alle etwas drin, um die eigene Meinung zu bestätigen.

Rechthaber und Schwarzseher

mehr lesen

Saison-Prognose (3): Altes Fieber?

Von CG

 

Da ist es wieder, dieses Fieber, sobald mal drei Wochen ohne Fußball und erst recht ohne Fortuna vergehen. Klar, es packt mich immer wieder. Wieso eigentlich? Ich weiß doch, dass die Launische Diva mich wieder enttäuschen wird!

 

Konzept oder 'bästimmtä Sistäm'?

mehr lesen

Saison-Prognose (2): Der Riese schläft weiter

Von SvD

Als Fortuna-Fan folgt man in den letzten Jahren offenbar einem immer gleichen Rhythmus: voller Zuversicht in die Saison, anfängliche Begeisterung, kurzfristige Ernüchterung, kritische Betrachtung, Winterpause, offene Unzufriedenheit, laute Ablehnung, trotzige Anfeuerung, finale Resignation, Saisonende. Dann ist man froh, wenn man sich mit Champions League, EM, WM oder im Notfall auch anderen Sportarten im Sommer etwas entwöhnen kann. Kurz vor dem Start hingegen, bauen sich Spannung und Zuversicht jedoch wieder zu einem irrwitzigen Jucken im Hinterkopf auf. Wagen wir einen Ausblick…

Günter, Robert und der Riese

mehr lesen

Saison-Prognose (1): Neues Spiel, altes Glück?

Von MT

Es ist bei Fortuna eigentlich unmöglich eine Prognose zu wagen. Wie soll man in der Vorbereitung bei der Truppe schon irgendwas beurteilen können? Im letzten Jahr war ich Feuer & Flamme und sah in Frank Kramer einen neuen Messias. Die Neuen versprachen qualitativ mindestens 2.Liga-Niveau und das Drumherum wirkte alles verdammt zukunftstauglich. Der Auftakt in Berlin damals wurde gefeiert und irgendwie sah ich endlich eine Wende, ja richtige spielerische Qualität. Lange Rede kurzer Sinn: Nix von dem trat ein. Was dann geschah – ohne Worte. Alles, aber auch alles erfüllte sich nicht. Zurückblickend war das neben der Abstiegssaison 98/99 die bitterste Saison für mich überhaupt.

Entscheidend: Spiel 4 bis 10

mehr lesen

Gib mir nur eine kleine Dosis Nationalmannschaft, Fortuna!

Von MT

Wart ihr schon mal bei einem Deutschland Spiel? Nicht so ein Lümmel-Freundschaftsrumgenöle gegen die Slowakei sondern bei einem Turnier-Spiel? Macht es einfach. Fahrt hin. Ganz besonders wenn ihr Fortuna-Fans seid. Nachdem ich Jogis Jungs in Brasilien beim Auftaktsieg gegen die Portugiesen sah, war ich am vergangenen Sonntag vor Ort in Lille. Ja, viele Freunde meinten „so lala das Spiel, ne?“ oder „haste ja nix tolles gesehen“. Ich aber war einfach nur selig. Wirklich. 

 

Ich habe endlich mal wieder richtigen Fußball einer Mannschaft gesehen, die ich mit so einer Inbrunst und schlagendem Herzen verfolge wie alle Spiele der Fortuna. Es ist einfach so viel mehr. Es ist so unglaublich viel besser als alles, was mir die launische Diva zeigt. Die deutschen Fans um mich herum schauten immer wieder aufs Neue verwirrt zu mir, als ich bei Toni Kroos Pässen, der Souveränität eines Jerome Boatengs oder der ständigen Anspielbarkeit eines Sami Khedira begeistert laut aufstöhnte.  

mehr lesen

Rheinisches Bauerntheater

Von SvD

Ein Fußball-Club ist ein Verein. Mit Mitgliedern, Satzung, Ehrenämtern, Wahlen und all dem zwischenmenschlichen und familiären Klüngel, den man in einem Verein erwartet.
Ein Fußball-Club mit einer Profi-Mannschaft ist aber auch ein Unternehmen. Mit einem Vorstand, Geschäftsführer, Aufsichtsrat, Bilanz und Mitarbeitern, die gegen Bezahlung bestimmte Leistungen liefern sollen.


Bei Fortuna Düsseldorf kann man sich nie so ganz sicher sein, was gerade die eigene Identität ausmachen soll.

Neulich im Millowitsch-Theater

mehr lesen

Ende gut, alles gut?

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Stars_01_%28MK%29.jpg
Die Sterne funkelten für die Diva [Bild: Mathias Krumbholz]

Von SvD

Die Saison ist vorbei und allenthalben war in Düsseldorf am Sonntag ein erleichtertes Aufatmen zu hören. Klassenerhalt im Endspurt gesichert - und das durch eine ordentliche Leistung in Braunschweig auch noch aus eigener Kraft. Insgesamt gesehen wurde 2015/2016 auf der nach oben offenen Phrasen-Skala ein Ende mit Schrecken, und glücklicherweise kein Schrecken ohne Ende. Platz 14 erreicht, 35 Punkte.

Lieber kein Blick zurück

mehr lesen

Ein Stadion kämpft gegen den Abstieg!

Gestern war mal wieder richtig Stimmung in der Bude. 32.000 Besucher machten bereits vor dem Anpfiff mächtig Alarm und versuchten, der Mannschaft die nötige Bissigkeit mitzugeben. Ein emotionaler Clip lief über die Videowand, passend zum Eingangssong und es konnte losgehen. Jeder Zweikampf, jeder Einwurf, jede halbwegs gelungene Aktion wurde frenetisch bejubelt. Das Team fightete, lief und schuftete, allein das Ergebnis ließ zur Halbzeit zu wünschen übrig.

 

 

Die Erlösung

mehr lesen

Zeit für uns zu gehn!

Von CGi

 

Was waren das geile Jahre seit 2009 - die 14 Tage im Mai 2009  gekrönt vom Aufstiegsspiel gegen Werder II - die Wende von Osnabrück - das mobile Eurovision-Stadion - die beste Hinrunde der 2. Liga - Halbangst - Europas beste Abwehr - die perfekte Woche (2:0 HSV, 1:1 in Dortmund, 4:0 Frankfurt) - Lumpis Tor in München - wir klauen Koln die Punkte. Frei nach Jens Langeneke: Wenn Du in der vierten Liga gegen Freialdenhoven spielst, dann hast Du als Fan die Bundesliga eigentlich abgehakt!

Das alles ist vorbei.

Ich bin froh, dass ich es erleben durfte und war bereit, die letzten Jahre als Preis dafür zu ertragen. Einige haben sich bereits abgewendet, viele sind dabei geblieben, aber seltener im Stadion.

 

mehr lesen

Und jetzt alle!

von MT

Immer wieder diese Parolen, immer wieder aufs Neue positiv gestimmt und nahezu jede Woche die Enttäuschung. Was soll man denn noch schreiben? Um ehrlich zu sein kann und will ich nix mehr schreiben und erst recht nicht lesen. Ich kann wie mein Kollege SvD nix mehr mit den Jungs anfangen, ich will die Truppe nicht mehr sehen. 

Und trotzdem geht es am Sonntag wieder um alles. Um unsere Fortuna. Die Fortuna, bei der ich Mitte der 80er noch Gerd Zewe sah. Die Fortuna, mit der ich damals in Chemnitz aufstieg. Die Fortuna, die mich über Berlin vor nicht allzu langer Zeit in die erste Liga mitnahm und natürlich auch die Fortuna, die mich immer wieder und ständig enttäuscht hat. 

mehr lesen

Liebe Mannschaft: vielen Dank für Nichts!

Von SvD

 

Der 29. April 2016 war im Grunde einer der Tage, für die ich Fußballfan bin. Freitag Nachmittag, das Wochenende steht vor der Tür. Der eigene Verein spielt Auswärts und ich habe eine Karte. Die Mitfahrer trudeln ein, das Bier ist kalt, die Freude groß. Und dazu auch noch Derby! Keine hunderte Kilometer Autobahn, sondern mit der U-Bahn in die Nachbarstadt. Und es geht sogar um etwas: natürlich um die Ehre im Derby, aber auch die Entscheidung im Abstiegskampf.

Saisonverlauf? Abstiegsk(r)ampf? Schmuddelwetter? Alles egal, wenn tausende in Rot-Weiß schon am S-Bahnhof “Fortuna, Fortuna! rufen. Man muss in keinem “Fanclub Nationalmannschaft” sein oder VIP-Tickets für die Champions League haben, um große und emotionale Fußballmomente zu erleben. Im ausverkauften Wedau-Stadion mit einer Kurve in Blau-Weiß und der anderen in Rot-Weiß kommt die Gänsehaut von ganz alleine.

#allegemeinsamfürfortuna

mehr lesen

Auswärts in Duisburg: Goldene Zeiten

Von CG

 

Auswärtsspiele beim MSV erinnern mich immer an einen ganz besonderen Fortuna-Moment, den ich vor ein paar Jahren erleben durfte.

 

Das Flutlicht ist an, 3.000 Auswärtsfans machen eine Mordsstimmung, singen ununterbrochen im gleichen Rhythmus, klatschen, feiern. Der Auswärtsmob ist on fire!

 

Dann, endlich, betreten ca. 14 Fortuna-Spieler das Spielfeld - zum Auslaufen.

Das Stadion ist leer, bis auf den Gäste-Block. Fortuna hat 0:3 verloren. 

Ich hoffe, dass wir heute nach dem Spiel einen besseren Grund zum Feiern haben – zum Beispiel einen Auswärtssieg!

 

Hier der Rückblick: Das Spiel ist seit ca. 45 Minuten abgepfiffen - aber seht selbst:

mehr lesen

Ein St.-Pauli-Fan am Rhein: "So riecht nur Düsseldorf"

Ein Gastbeitrag von Thilo: St.-Pauli-Fan, Groundhopper und leidgeprüft. Er hat mit uns das 1:1 seiner Hamburger gegen unsere Diva gesehen und seine ganz eigenen Erfahrungen gemacht.

 

So riecht nur Düsseldorf

mehr lesen

Drei Spiele bis zum Ende: Abstieg oder nicht?

Von CGi

Seit Wochen tänzelt unser geliebter Fußballklub mit traumwandlerischer Sicherheit am Abgrund entlang. Gegen St. Pauli wurde (mal wieder) die Chance verpasst, sich etwas abzusetzen. Und so wird es bis zum letzten Spieltag ein enges Rennen. Spätestens seit der Kurz(en) Erfolglosigkeit stellen wir uns die Frage, wie die Saison ausgeht - Desaster oder glückliche Rettung? Großaspach oder Hannover 96?

mehr lesen

Ab jetzt nur noch Prinzip Hoffnung

Von SvD

Der Tabellen-Fünfzehnte verliert am 30. Spieltag auswärts beim Tabellen-Neunten. Soweit keine große Überraschung. Und doch mal wieder so enttäuschend für uns Fortuna-Fans. Denn wie so oft waren die Vorzeichen gut: Fürth ein Gegner, der uns eher liegt, die Abstiegskonkurrenten haben sich gegenseitig das Leben schwer gemacht, das Heimspiel gegen Leipzig ging zwar verloren aber man hatte eine gute Leistung geliefert. Und wieder mal ging es dann in die Hose. Fortuna erneut auf dem Weg Richtung Ascheplatz?

mehr lesen

Reine Nervensache?

von CG

Klar spielt im Sport Nervenstärke eine große Rolle, getreu dem Motto: Ich bin immer dann am besten, wenn es mir eigentlich egal ist!

In der seit Jahren sehr ausgeglichenen zweiten Liga ist das ebenfalls zu beobachten. Teams wie Heidenheim oder Sandhausen spielen befreit auf und erreichen ohne Druck locker ihre Ziele.

Selbst bei der Fortuna verhält es sich ähnlich. Seit jeher spielt Fortuna als vermeintlicher Außenseiter groß auf und erzielt gegen die als "besser" eingeschätzten Teams gute Ergebnisse. Selbst in dieser Saison ist das klar zu erkennen, vier der neun Rückrunden-Punkte wurden gegen die ersten drei der Tabelle geholt. Die restlichen fünf Punkte resultieren aus den zehn Spielen gegen die Teams auf "Augenhöhe".

mehr lesen

Nur Dosenfutter?

von CG

Feine Fußball-Kost hat die Fortuna in letzter Zeit wahrlich nicht serviert, aber war das 1:3 gegen die liebevoll „Dosen“ getauften Ex-Markkranstädter ein schlechtes Spiel?

 

Das Stadionerlebnis war auf jeden Fall einmal wieder lohnenswert. Über 25.000 Besucher machten richtig Krach, pfiffen die Gäste bei jedem Ballkontakt aus und peitschten die Fortunen wie in besten Zeiten nach vorne. DJ Opa hatte wieder einen Sahnetag erwischt und präsentierte u. a. Passagen aus „Auswärtsspiel“ von den Hosen, die sehr passend zum Gegner waren.

 

Selbst das Spiel trug zum Erlebnis bei. Ständig torgefährliche Gäste trafen auf eine kämpfende, bissige Fortuna. Und es war so schön - nach Flanke von Rechts legt Sararer in die Mitte auf Fink ab - Tor, Vertragsverlängerung, Klassenerhalt - ich schweife ab.

 

mehr lesen

Reich werden mit Fortuna?

Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:MuenzschieberCoinpusher.jpg

 

Die Phrasen vorne weg: bei Fortuna wird man vor allem reich an Erfahrungen. Man lernt die Unwägbarkeiten des Lebens zu erdulden, vielleicht sogar zu schätzen. Man bekommt jede Woche eins auf die Mütze und rappelt sich dann wieder auf. Arm wird man höchstens durch exzessive Auswärtsfahrten und frustrierten Bierkonsum.

Doch wer sein Glück herausfordern mag, der kann sehen, ob ihm die Glücksgöttin nicht auf anderen Spielfeldern hold ist…

mehr lesen

Ein außergewöhnlicher Spieler

Ein Kommentar von Christian:

 

In den Jahren, in denen ich die Fortuna begleite, hatten wir viele gute Spieler. In der jüngeren Vergangenheit waren das Anderson, Beister, Harnik und Benschop. Davor fallen mir Markus Anfang, Jörg Albertz und Mike Büskens ein. Sven Demandt war wahrscheinlich auch ein guter Kicker, meine Erinnerungen an ihn sind aber verschwommen. 

 

Seit Beginn meiner Fortuna-Zeitrechnung Ende der 80er, also in gut 27 Jahren gab es aber einen Spieler, dessen Qualitäten sie alle übertraf.

 

 

Er hat ganze 23 Spiele für Fortuna gemacht, dabei kein einziges Tor geschossen und gerade mal eins vorbereitet.

Ich erinnere mich an eine Szene in seinem ersten Heimspiel gegen Heidenheim. Ein Stürmer des Gegners lief allein auf das Fortuna-Tor zu und war bereits 10 Meter enteilt. Unser Spieler spurtete hinterher, nahm dem Gegner den Ball ab und spielte ihn sauber nach vorne. Der gegnerische Stürmer schaute ungläubig, es war der Auftakt zu vielen spektakulären Aktionen, die der 19-jährige in der Folge mit großer Abgeklärtheit absolvierte.

 

Samstag hat Jonathan Tah in der Nationalmannschaft debütiert und für den besonderen Fortuna-Moment gesorgt. Es hat mich ein wenig stolz gemacht, denn für mich ist er der beste Spieler, den ich je im Trikot unserer Fortuna gesehen habe.

mehr lesen

Bodzek, immer wieder Bodzek!

Dieser leicht abgewandelte, legendäre 54er-Final-Ausspruch kam mir in den Sinn, als ich Samstag Adam Bodzek in der Startaufstellung sah. 

 

Als typischer Wolf Werner-Transfer kam Adam vom MSV, war dort erst lange verletzt und dann nicht mehr berücksichtigt worden. Er passte perfekt in Norbert Meiers System und verteidigte fortan vor der Abwehr. Er rannte Lücken zu, die sich in der Defensive ergaben, hatte ein gutes Auge für Spielsituationen und blühte, mit dem Vertrauen des Trainers ausgestattet, auf. Er fiel auf durch konsequente Zweikampfhärte auf

 

Damit verkörpert er einen Spielertyp, den wir nach dem Bundesliga-Abstieg eigentlich nicht mehr wollen. 

 

Irgendwer war auf die Idee gekommen, dass wir die Liga fußballerisch dominieren sollen. Auf der Sechser-Position wünschten wir uns einen technisch-starken, schnellen Umschaltspieler (blöd nur, dass so einen jeder sucht). Und weil die Innenverteidigung nach Langenekes Altersteilzeit bedenklich wackelte, installierten Köstner und Reck Adam fest in der Innenverteidigung. Bodzek sollte als Kapitän und Abwehrchef Führungsspieler sein. Seine Leistungen schwankten stark und in der unsäglichen Rückrunde nach der Reck-Entlassung verlor er vollständig sein Selbstvertrauen. Ein paar kapitale Fehler zum folgenden Saisonstart und der Tribünenplatz war reserviert - zu Recht, wie viele meinten.

 

mehr lesen

Identität dringend gesucht!

6. Minute der Nachspielzeit im Relegations-Rückspiel gegen die Hertha - wir setzen auf stringente Abwehrarbeit und machen die Räume eng

Wann ist es eigentlich genau passiert? Das wir ein ganz normaler Fußballklub geworden sind, der auf Teufel komm raus den Gegebenheiten des Geschäfts folgt. Der sich verloren hat in endlosen Transfers, Trainerwechseln, Vorstandsquerelen. Der dem Loch entgegentaumelt, aus dem er mit harter Arbeit vor Jahren erfolgreich wieder herausgekrochen war.

mehr lesen

Abstiegsangst: Was jetzt zu tun ist (und was nicht)

Es schien monatelang eher undenkbar. Abstieg? Dafür ist der Kader zu stark. Abstieg? Dafür ist das Umfeld zu gut. Abstieg? Dafür ist doch zu viel Geld da. Abstieg? MSV, 1860 und Paderborn kriegen doch nie im Leben die Kurve.

Und nun regiert die Angst. 1860 kann doch Spiele gewinnen. Paderborn beendet das Schauspiel Effenberg. Und der Düsseldorfer Erstliga-Kader stolpert die Leiter hinunter auf Platz 16. Besserung noch nicht in Sicht.

mehr lesen

Karlsruhe kann und muss man schlagen!

Freitag kommt der KSC.  Nach den Bochumern mal wieder ein Traditionsverein. Und dieses Mal sollte und muss es einfach mit den drei Punkten klappen. Denn: Hier kommt ein Team, dass zwar von einem absoluten Sympath geführt wird, mit ihm allerdings auch aktuell ein großes Problem hat.  Markus Kauczinski hat schon vor Monaten angekündigt, dass er zum Saisonende geht. Damit wird das Team von einem Mann geführt, der sich in naher Zukunft eh verabschiedet. Gibt es ein Autoritätsproblem? Schwer zu sagen. Die Ergebnisse nach der Winterpause sprechen nicht unbedingt dafür. Ein Pflichtsieg gegen die lahmenden Zebras war drin, drei Unentschieden und nur eine Niederlage gegen Eisern. Vor der Niederlage gegen Union sprach man noch von Aufstieg.

 

Nun lungert das Team allerdings unbedeutend auf Platz 10 der Tabelle rum und kann die Saison eigentlich abhaken. Nach oben geht nix und auch nach unten sollte nichts mehr passieren.

Können die was?

mehr lesen

Wie ein Absteiger!

Es war echt ganz harte Kost da gestern in unserer schönen bunten Schüssel. Das Wetter war mies, die Anpfiffszeit eine Frechheit, der Rasen ein Acker, der Support aus der Koksstadt beachtlich und der rot-weiße Anhang: ernüchternd.

mehr lesen

F95-VfL: Sendung mit dem Ball

 

Das ist die Fortuna. Also das sind die Jungs, die so eine Art Club sind. Und die nennen sich Fortuna.

 

Gestern hatten die Jungs ihre Freunde aus Bochum zu Besuch. Die wollten zusammen Ball spielen. Die Jungs aus Bochum haben auch eine Art Club. Die nennen sich aber VfL. Und weil die Jungs von der Fortuna und vom VfL auch viele Freunde haben, die gerne beim Ballspielen zusehen, haben die sich in einem großen Spielplatz getroffen. Der ist direkt am Rhein.


Und dann freuen sich da oft alle, wenn die Jungs besonders gut Ball spielen. Gestern haben sich aber nur die Freunde vom VfL gefreut. Und dabei haben die sich am Anfang noch geärgert. Als nämliche alle endlich mit dem Ballspielen anfangen durften, da waren die Jungs von Fortuna noch ein wenig müde. Aber die Jungs vom VfL nicht, und so haben die erstmal ganz alleine mit dem Ball gespielt. Nur der Michael von Fortuna, der hat aufgepasst. Der Michael passt eigentlich immer auf, der geht wohl früher ins Bett als die anderen.

mehr lesen

Was hat dich bloß so ruiniert?

Irgendwie mochten wir dich, lieber kleiner Iceman. Ernst dreinblickend, wie wohl so fast jeder aus Finnland. Dort wo es häufiger dunkel ist, lachen die Exportschlager seltener. So auch der schüchterne Pojo. Torjanpalo. Als er kam schrien schnell wieder viele „Fehleinkauf“. Doch dann entwickelte sich das Eigentum des Werksclubs aus dem schäbigen Vorort der verbotenen Stadt nahezu prächtig. Der große, kräftige Charlie schien seine Flügel über den emsigen Joel zu halten. Seine erste Saison konnte man ohne Gewissensbisse als gelungen bezeichnen. Prädikat: zur vollen Zufriedenheit. Aussicht: vielversprechend. 

 

Doch was sagen wir heute? Was singen wir am 23. Spieltag einer traurigen und von Abstiegsangst geplagten Saison unserer Fortuna? Wir singen „die Sterne“ mit ihrem Schlager „Was hat dich bloß so ruiniert?“ Irgendwo hat der schmächtige Joel aufgehört. Er hat aufgehört an sich, an seiner Spielweise und speziell an seinem Einsatz zu arbeiten. Und sind wir mal ganz ehrlich. Tante Käthe wird in den kommenden Wochen und Monaten recht schnell eine Durchfahrtsbescheinigung für Joel ausstellen. Denn so wird das nix mit dem europäisch etablierten Verein. Die haben genug. Viel wichtiger: Die haben bessere. 

 

Schlechtester Zweikämpfer

 

Wer zwar beim Stande von 0:2 eingewechselt wird, dann sogar am 2:2 beteiligt ist, könnte gefeiert werden. Aber die Fakten sind bezeichnender. Joel hatte mit 10 verlorenen Zweikämpfen den schlechtesten Wert aller Spieler auf dem Platz. Das ab Minute 50. Was er dann auch noch im eigenen Strafraum wie wild rumhackte, wird sein Geheimnis bleiben. Und uns ein Rätsel. Unsere Halsschlagadern explodierten und wir wollten ihn Samstag nie wieder sehen, kürten ihn Sonntag zum schlechtesten Spieler (neben Schnecke StrohDICK) und schreiben heute einen entnervten Artikel über ihn. 

 

Und morgen? Gegen Bochum sitzt er wieder auf der Bank, schießt vermutlich das entscheidende 2:1 und wir lieben ihn. Aber da legen wir uns trotzdem fest: Für Tante Käthe wird’s nicht reichen.

mehr lesen

95 bei 60: die Diva ist leider zurück

mehr lesen

F95: Aufstiegsfeier in Gefahr?

Die grandiose, ach was: die unglaubliche Fortuna hat einen mit einer unvorstellbar fantastischen Leistung, geplant vom Trainer-Genie Marco Kurz, den Tabellenzweiten vom Platz gefegt und marschiert nun stramm Richtung Bundesliga! Die Weltpresse im Rheinland ist sich einig: wenn es ein Team nach ganz oben schafft, dann dieses! In der nächsten Saison wird endlich wieder gegen die großen Namen im deutschen Fußball gespielt: Ingolstadt, Augsburg, Wolfsburg, vielleicht auch noch Hoffenheim.

 

Äh, Moment... Sind wir nicht vor zwei Wochen noch dem Abgrund 3. Liga entgegengetaumelt? Mit einer blutleeren Truppe und dem dritten Trainer in nur 20 Spieltagen? Man kann sich da vielleicht dunkel an irgendetwas erinnern.

Dem Rheinländer wohnt ja eine ordentliche Portion Emotionalität inne. Dies führt einerseits zu überschwänglichen Freudenausbrüchen und hemmungsloser Gelassenheit zu größeren und kleineren Anlässen - aber auch zu ins depressive neigenden Phasen, wenn es mal nicht so rosig aussieht. Man kann in unserer Region mit dieser manischen Art gut leben, weil man sich einen moralisch-ethischen Unterbau aus den Grundregeln "Et kütt wie et kütt" und "Et hätt noch immer joht jegange" gebastelt hat.

 

Und so hat dann auch die Stimmung nach dem Sieg in Freiburg etwas Manisches. Aus Versagern wurden über Nacht Helden. Paul Jäger ließ sich im Freudentaumel zum Statement "Die Mannschaft ist gut genug für einen einstelligen Tabellenplatz" hinreißen - was man ihm freundlich noch als Motivation, denn als Anforderung auslegen mag.

 

Bei Express und Rheinischer Post wurde diese Woche munter aus allen Euphorie-Kanonen gefeuert:

mehr lesen

Fortuna in Freiburg: Hurra, wir leben noch!

Enttäuschung, Trauer, ungläubiges Kopfschütteln - die in letzter Zeit üblichen Reaktionen nach Spielen der launischen Diva vom Rhein. Und auch am 21. Spieltag sah man nach dem Abpfiff diese Gefühlsregungen - allerdings bei Freiburger Fans und Spielern. Fortuna hatte das völlig Unerwartete geschafft und dem Sportclub auf eigenem Platz die Punkte entführt. Mit einer tollen taktischen und kämpferischen Leistung, begleitet vom nötigen Glück, stand am Ende ein 1:2 aus Sicht der Freiburger auf der Anzeigetafel. Marco Kurz hatte dem rot-weißen Trümmerhaufen Leben eingehaucht.

mehr lesen

F95-Heidenheim: Karneval in Moll

Ein schöner Tag, ein wirklich schöner Tag - das werden wohl die meisten über den vergangenen Karnevalssamstag im Dorf am Rhein sagen. Nach einem etwas verregneten Start in die jecken Tage meinte der Himmel es am Samstag besonders gut: milde Temperaturen, durchgängig trocken, lockere Wölkchen und ab und an ein Sonnenstrahl.


Fast ist man versucht zu sagen: bestes Fußballwetter. Immerhin 24.000 Anhänger der launischen Diva hatten sich dies wohl auch gesagt und traten vorsichtig optimistisch und teil kostümiert die Fahrt ins Rheinstadion an. Zwei Halbzeiten später hätte sich im Grunde auch niemand über Eisregen beschwert. Denn die angebotene Leistung der rot-weißen war einmal mehr zum Trübsal blasen.

mehr lesen

Winterpause 15/16: Was war, was wird?

Wohin geht die Reise unserer Fortuna?

mehr lesen

RP: Die bessere Fortuna Aktuell oder der Journalismus eines Fortuna Fans

Ich bin bekennender Rheinische Post Abonnent. Jeden Morgen lese ich das Blatt. Ich verteidige die Zeitung auch vor allen und jedem, aber was die Redaktion da aktuell bei der Berichterstattung rund um Fortuna veranstaltet, ist wirklich eine einzige Trauerveranstaltung. 

 

Es liegen so viele Themen auf dem Tisch, es gibt so viel zu analysieren, zu recherchieren, zu interviewen und zu vergleichen. Und was machen die Herren an der Zülpicher Straße? Sie schreiben belanglose Berichte ohne Futter, ohne Hintergrundinformationen und ganz besonders ohne jegliche Tiefe. 

 

Nehmen wir den Artikel vom heutigen Montag (Der Artikel). Fortuna hat ein absolutes Katastrophenspiel am Samstag gegen Münster abgeliefert. Es kam wieder alles zum Vorschein, was schon seit Monaten schmerzt. Kein Einsatz, kein Einsatz, kein Einsatz. Grauenhaft. Ohne dagewesen zu sein, hätte ich mir eine tiefgehende Analyse der RP gewünscht. Bitte eine Spielerbewertung, wie war das Spielsystem? Wo taten sich Lücken auf, wie entstanden die Gegentreffer? Aber davon erzählt der Knuddel-Bernd nix. 

 

Der Artikel startet süfisant mit DJ Opas feiner Idee „An Tagen wie diesen“ zum Ende des Spiels zu spielen. Nun gut, nette Randnotiz. Es folgen Kurz O-Töne, die selbst Fortuna schon gepostet hat. Belangloses Bla Bla, was man allerdings unserem neuen Coach nicht verübeln kann. Phrasen wie sie schon Franky Kramer drauf hatte. 

 

„Uns Axel“, der Liebling der Fans, hat natürlich auch was zu melden. Vermutlich hat er sich wieder von der Mannschaft abgesetzt und Jolitz sein O-Ton aufgezwängt. Alles unter dem Motto „Hoffentlich bringt mich keiner mit dieser Truppe in Verbindung“.

 

Was dann folgt sind Lästereien über Bolly, der wieder neben sich stand und Ya Konans neuerliches Trauerspiel. Nichts Konkretes, nichts zum Spiel, nichts zur Taktik. Was war mit der Abwehr? Was machte Madlung? Standen die 6er auch neben sich? Wie finden sich Gartner und Avevor zurecht? Unnerstall dieses Mal sicher? Sararer wieder voll dabei? Nichts dazu.

Der RP-Fortuna-Fan kommt dann schon schnell zum Ende. Abschließend das langweilige und typische Gesäusel von Jolitz, dass ja noch viel Zeit ist bis Heidenheim. Vermutlich freut sich der Herr schon auf seinen großen Dönerteller am Strand von Belek. Da wird es dann wieder belanglose Interviews mit Fink und vielleicht Axel geben, aber mehr wird nicht kommen. Ganz sicher auch nicht zu Neuzugängen. Herr Bröcker, bitte übernehmen Sie. 

 

Zahlen, Daten, Fakten? Entscheidend ist auf dem Platz!

 

Im deutschen Fußball ist es ja fast schon so wie beim Baseball. Alles wird ausgewertet. Natürlich weiß man über die Superstars der MLB häufig noch mehr (z.B.: wie erfolgreich ist ein Spieler an welchem Wochentag, in welchem Inning oder bei welchem Spielstand), aber auch bei uns wird nun alles beäugt. Viele Trainer schwören ja schon auf diese „Stats“ (Stichwort Laptop-Trainer) und nutzen die Werte, um die Mannschaft – ja womöglich – aufzustellen. 

 

Und was sagen uns die Statistiken über unsere Fortuna-Stars der Hinrunde? Gibt es dort Dinge zu erfahren, die wir gar nicht wussten oder, vielleicht gar nicht so wahrgenommen haben?  Das Dieter Ya Konan und  „Chauvi Demi“ mit vier Toren die grandiose Torschützenliste (insgesamt 15 Buden) bei Fortuna anführen, ist jetzt nicht so spektakulär. Das Haggui die meisten Kopfballchancen hatte, ist schon interessanter – Stichwort Eckball. Schlappe 14.  

 

Beim Thema Ballkontakte würde ich raten lassen. Und wenn man kurz überlegt, wird man sicher auf die richtige Antwort kommen. Wer hat nahezu jedes Spiel mitgemacht und spielte fast ausschließlich auf der spielwichtigen 6er Position? Richtig, Julian Koch. 1.050. Beim Durchschnitt pro Spiel ist hingegen überraschend, dass Lukas Schmitz vor Koch liegt (65,92), aber weit hinter Demirbay (70,67)..

 

Verloren hätten wir jede Wette beim Thema angekommene Pässe. Wer hat denn da wohl die beste Quote? Haggui? Koch? Sobottka? Pustekuchen, der gute alte Adam Bodzek hat die beste Quote des Teams mit 83,50%. „Uns Axel“ liegt übrigens tief im unteren Mittelfeld mit gerade mal 68,14%. Ausbaufähig.

 

Und der beste Zweikämpfer? Ebenfalls interessant. Rensing mal außen vor, aber der viel gescholtene Strohdiek führt unangefochten mit über 65 %. Die meisten Zweikämpfe führte übrigens Sararer, der allerdings mit einer Quote von 45,44% Fünftletzter ist. Mike van Duinen hält bei seinen mageren Einsatzzeit hier übrigens die rote Laterne (34,82%). Ungern erinnern wir uns da an sein Grottenspiel in Leipzig. 

 

Und wer tritt am meisten zu? Keine Frage, unsere Abwehrrecken. Und wieder ist man auf dem Holzweg, denn unser lieber Dieter Ya Konan haut da vorne ordentlich zu. 34 Fouls in 17 Spielen ist Fortunas Topwert. Haggui (28), Koch (27) und Sararer (27) folgen. Sararer hat allerdings auch allen Grund dazu sich zu wehren. Er wird nämlich am meisten gefoult. Schlappe 41-mal. Axel liegt auf Platz 3 mit 32 an ihm verübten Fouls hinter Julian Koch (39).

 

Spannende Daten, interessante Statistiken und sicherlich kann man das Thema irgendwie immer weiterspinnen. Aber was uns doch jetzt am meisten interessiert: Kriegen die Jungs ALS TEAM zum Karnevalsstart gegen Heidenheim PS auf die Straße? Dann ist es vermutlich egal, wer wie wo welche Werte hat. Irgendwie gleicht sich das dann alles aus, wenn wir 3:0 gewinnen. Hoffentlich.

 

Marco Kurz: Der Trainer, den niemand wollte

Nicht nur im oft verachteten Fußball-”Business” der vermeintlichen Kommerz-Vereine ist eines Gewiss: Trainer wie Spieler kommen und gehen. Auf der Trainerbank gehen die meisten unfreiwillig wegen schlechter Ergebnisse, manche zudem aus Verzweiflung (Bsp: Favre) und andere einfach, weil sie es sich aussuchen können (Guardiola).

 

Die Zeit der “der war schon immer da”-Trainer ist lange vorbei, wenn es sie je wirklich gab. Hatten Otto Rehagel und Thomas Schaaf noch Gelegenheit Jubiläen bei ihren Clubs zu feiern, so kommen selbst anerkannte Fachleute nur noch auf 3-4 Saisons pro Arbeitgeber.

 

Nun muss man daraus nicht gerade ableiten, daß der rot-weiße Weg mit sieben Trainern in zweieinhalb Jahren normal sei. Seit dem Abstieg und der Demission von Norbert Meier hat die Fortuna kein Glück mehr mit Übungsleitern, Vorständen und Aufsichtsräten. Da wurde vieles versucht: Variante “Düsseldorfer Jong” (Mike Büskens), Variante “alter Hase” (Lorenz Günter Köstner), Variante “Motivator” (Oliver Reck), Variante “Interimstrainer” (Taskin Aksoy, Peter Herrmann) und diese Saison die Variante “Jahrgangsbester” (Frank Kramer).

 

Für alle diese Trainer gab es bei der Auswahl gute Gründe - und bei der Entlassung ebenso. Nun ist es gute Fan-Sitte, stets das Gegenteil der momentanen Situation zu fordern. Mal will man mehr Erfahrung, mal mehr frisches Talent, mal mehr Defensive - dann wieder offensiveren Fußball.

 

Frank Kramer stand für ein junges Konzept und den Wunsch offensiven Fußball spielen zu lassen. Dies hatte zu Beginn auch noch ordentlich funktioniert, brachte aber keine Ergebnisse. Zum Ende hin funktionierte dann nichts mehr - weder der Offensiv-Fußball noch das Ergebnis. Die Entlassung kündigte sich an, auch wenn diesmal alle Beteiligten (inkl. Fans) lange ausharrten, um doch noch auf eine Wende zu warten.

 

 

mehr lesen

Ein Artikel für die Ewigkeit

Wer kennt noch die grandiose Fan-Zeitung "Comeback"? Und auch den legendären Nachfolger "Nimm mich Volley"?

 

Hier erschienen über Jahre grandiose Artikel.

 

Einer davon blieb uns immer im Gedächtnis und weil wir diesen so zeitlos finden, kontaktierten wir die Macher Dirk Fischer und Frieder Feldmann und baten um die Veröffentlichung. Frieder stimmte zu und daher haben wir hier für Euch als pdf noch mal zum lesen: "Warum ich nicht Meister werden will" (vom 21.2.1997 von Frieder Feldmann)

Download
Warum ich nicht Meister werden will!
Warum ich nicht Meister werden will.pdf
Adobe Acrobat Dokument 274.8 KB
mehr lesen

Irr, Irrer, Express

Die Düsseldorfer Lokalpresse ist übersichtlich. Rheinische Post, Westdeutsche Zeitung und der Express sorgen immerhin für ein Gefühl der Auswahl. Die Zeitung mit den Großbuchstaben klammern wir einmal aus, damit möchte ich nichts zu tun haben.

Die Düsseldorfer Sportberichterstattung mit Blick auf den Fußball ist dagegen auf Kleinstadt-Niveau. Neben einem besonnenen und kritischen Norbert Krings von der WZ gibt es vor allem die Familie Jolitz bei der RP. Letztere sind exemplarisch für die Gattung „Sportjournalismus“, die sich dadurch auszeichnet jegliche kritische Distanz zum Objekt der Berichterstattung schon seit Jahren verloren zu haben. Dazu gesellen sich bei der RP die Querschläger Kleindienst und Schulze, die zwischen Irrsinn und bewusster Manipulation changieren. Glücklicherweise eher unwichtig ist die Blöd-Zeitung, mit der selbst von Seiten der Fortuna kaum jemand sprechen mag. Dementsprechend schafft es diese Verbandszeitung deutscher Hirntod-Patienten auch seltenst ernsthaft in die Diskussion in Fortuna-Kreisen.

 

Doch ein wahrer Quell der Freude ist der Düsseldorfer Express. Versuchen WZ und RP sich das Deckmäntelchen seriöser Recherche wenigstens manchmal schamhaft überzuziehen, so poltert der Boulevard kölscher Herkunft freudig mit den wildesten Fortuna-Fantasien durch unser Dorf. Was dabei gefällt: es ist stets, ganz rheinische Art, positiv und lebensbejahend, was das völlig ungeniert erfunden und gedruckt wird.

Wer alleine die letzten drei Monate nochmal betrachtet, wird erstaunt sein, was der Express schon alles vorher wusste. So sind derzeit Holger Stanislawski, Christoph Daum sowie auch Norbert Meier Trainer bei unserer Fortuna. Das hatte wohl nur niemand Marco Kurz mitgeteilt, als der dann seinen Vertrag unterschrieben hatte. Nun, zudem ist ja auch ein gewisser Robert Schäfer inzwischen Vorstandsvorsitzender, lustigerweise ist er dies auch noch bei Dynamo Dresden.

Nun ist Spekulation in der Sportpresse nichts ungewöhnliches, vor allem wenn Trainer-Posten besetzt werden. Beim Express scheint man aber stets fest überzeugt von den eigenen Erfindungen zu sein. Dann lässt man sich auch nicht von der Realität aus dem Tritt bringen. Besonders im Fall Norbert Meier war dies großartig sichtbar: da wurde tagelang „exklusiv“ vermeldet, daß Fortuna mit Meier in Verhandlungen sei. Zudem habe dieser schon Arminia Bielefeld abgesagt und Manager Azzouzi sein ja bereits auf dem Weg zur Vertragsverhandlung. Das zwei Tage später die Meldung „Meier verlängert mit Arminia Bielefeld“ durch die Sportwelt ging, war dem Express dann keine nennenswerte Erwähnung mehr wert.

Steh auf, wenn Du am Boden bist!

Düsseldorf ist eine schöne Stadt. Das hat nicht nur Heinrich Heine irgendwann mal über unser Dorf gesagt, das ist eine Aussage, der eigentlich kaum jemand widersprechen kann. Dieser schönen Stadt fehlt eigentlich nichts wirklich. Außer vielleicht guter Fußball, der wird doch immer wieder schmerzlich vermisst.

Die letzten zwei Jahre haben das eindrucksvoll gezeigt: von der Bundesliga auf die Abstiegsplätze der 2. Liga. Aussicht: düster. Hoffnung: schwach. Gibt es einen schlechteren Zeitpunkt, um die schöne Stadt mit noch einem Blog über den Verein zu belasten, der ironischerweise den Namen der Glücksgöttin trägt?

 

Das haben wir uns auch gefragt, eine Antwort gefunden – und dann trotzdem diese Webseite eingerichtet. „Die launische Diva“, so sehen viele Fans ihren eigenen Verein – das Auf und Ab im Sport ist doch für die meisten die Regel denn die Ausnahme. Wer von einer verkorksten Saison spricht, wenn das eigene Team „nur“ einen Titel geholt hat, was weiß der schon von Leid und Leidenschaft?

 

Zu kaum einem Team im Rheinland hat in den letzten zwei Jahrzehnten der Titel der launischen Diva besser gepasst, als zu Fortuna Düsseldorf. In den Niederungen des Amateur-Fußballs verschwunden, mühsam wieder hochgearbeitet, grandiose Hinrunden, katastrophale Rückrunden, Aufstiege im letzten Moment und ein Abstieg am letzten Spieltag. Fortuna Düsseldorf ist nichts für schwache Nerven. Und schon gar nicht wird dieser Verein seinem eigenen Claim „Einfach nur Fußball“ gerecht.

 

Und das ist im Grunde auch gut so.

 

Was uns als Fans jede Woche bewegt, daß gibt so viele Geschichten, Anekdoten und Kontroversen her. Wäre doch schade, wenn man das der Welt nicht mitteilen könnte. Also versuchen wir uns daran die launische Diva hier zu begleiten, vielleicht gefällt es uns und vielleicht auch anderen dort draußen.

 

Viel Freud, viel Leid, viel Spaß!

 

HimmelhochjauchzendzuTodebetrübt

Ich nehme mich ja selbst nicht raus. Ich bin ja auch ein Klugscheißer. Ich wußte und weiß es irgendwie doch alles immer besser. Ich habe zur Fortuna immer eine klare Meinung und sehe glaube ich alles immer sehr realistisch und schätze die Situation klar ein. Meiers Zeit war vorbei (ja, das stimmt), Büskens war der Falsche, Olli (sorry) ist ein lieber Dümmling und Kramer passte nicht.

 

Und doch, ja, ich erwische mich dabei wie ich einknicke. Wie ich mich immer wieder vom positiven Gefühl überzeugen lasse.  Meistens erst wenn ich im Stadion sitze. Oder vielleicht kurz davor. Dann bin ich Fortune. Dann blende ich alles aus und sehe das Gute. Dieses Gefühl begleitet mich seit ich Fortune bin. Damals 1985 als kleiner Knirps. Da gabs in der roten Schüssel immer auf die Eier. Und doch freute ich mich auf das Spiel mit 2.000 Leidensgenossen. Das wird was. Heute schlagen wir mit Gerd Zewe den HSV.

 

Ja, und ich hatte dieses Gefühl auch beim Bundesliga-Abstieg in Hannover. Ich war überzeugt, dass wir das packen. Ich saß im Stadion und hatte ein Supergefühl. Bolly ist der Beste auf dem Platz. Der macht das schon. Ja und für Hannover ging es ja um nix. Hätte mich jemand geschüttelt, wäre ich wohl aufgewacht. "Hey du Trottel, das da ist ein Drecksteam. Die Luft ist raus. Die steigen heute ab." Aber nein. Das sahe ich nicht. Ich war wie immer bei Fortuna. Vielleicht ist es daher immer so deprimierend. In Hamburg, in Frankfurt, in Heidenheim, auf St. Pauli. Immer das gleiche. Aber vielleicht ist es auch genau diese Liebe, die sich mir da zeigt. Ich kann Fortuna unter der Woche nicht sehen und lesen und dann kommt das nächste Heimspiel gegen Heidenheim. Fragt mich jetzt nicht nach Marco Kurz, Mike van Duinen und ja, Mathis Bolly. Aber am Spieltag, da schwärme ich von den Herren und freue mich bei Spielbeginn auf ein gepflegtes 3:0.

Breisgaudi - Vom Glücksgefühl in der Niederlage

Der Abpfiff ertönt. Die Spieler in rot purzeln erschöpft auf den Rasen. Fortuna verliert zu Hause 1:2 gegen den SC Freiburg. Die Tabelle am des Samstag Nachmittags zeigt die Diva auf Platz 17. 1 Punkt aus den ersten vier Pflichtspielen. Die nackten Zahlen sehen düster aus.

Der Fehlstart ist also perfekt. Im Pokal mit Dusel weiter, in der Liga mit Blickrichtung Abstieg. Die Neuzugänge treffen das Tor nicht und der nominelle Spielmacher Liendl wird wohl nach München wechseln. Würde nicht die Sonne einen herrlichen Spätsommertag anbieten, man könnte sich in Depressionen flüchten.

 

Die bekommt man dann spätestens mit Blick auf die digitale Fangemeinde. Spätestens jetzt ist für den Facebook-Mob die Sache klar: die seelenlosen Söldner-Einkäufe haben allesamt gefloppt. Fortuna steht endgültig vor dem Untergang und wenn jetzt nicht Vorstand, Trainer und die meisten Spieler umgehend ersetzt werden, dann ist Freialdenhoven bald keine Erinnerung an schlechte Tage sondern das nächste Auswärtsspiel.

 

Doch kann es wirklich nur an dem schönen Sonnenschein und drei Radlern gelegen haben, dass ich das Stadion mit einem guten Gefühl verlassen habe? Ich mag auch nicht der einzige gewesen sein, denn das vermeintliche Debakel endete im Stadion nicht gerade mit einem Pfeifkonzert nach Abpfiff. Mannschaft und Fans waren zwar sichtlich enttäuscht, aber spendeten sich gegenseitig aufbauenden Applaus. Und das völlig zu recht. Der Optimist konnte im heutigen Spiel eine Menge erkennen - eine Menge guter, frischer und vielversprechender Dinge. Es war eine unverdiente Niederlage, wenn gleich unsere Diva sie sich selbst zuzuschreiben hatte.

 

Trainer Kramer begann mit einer leicht veränderten Truppe. Erste Überraschung: Michael Liendl stand nicht einmal im Kader. Die Wechselgerüchte um ihn scheinen sich damit wohl zu bestätigen, zumal nichts über eine Verletzung bekannt ist. Da Liendl bislang in allen Spielen auf dem Platz stand musste damit die erste Umstellung her. Wie gegen Heidenheim gab es eine Doppelsechs mit Koch und Bodzek, davor rückte Sararer in die Mitte und Bellinghausen auf den Flügel. Der bisherige Sturm hingegen fand sich direkt mal auf der Bank wieder: Pojanpalo und Ya Konan verloren ihren Startelf-Platz. Dafür durfte sich van Duinen über eben jenen freuen. 

Eine durchaus interessante Aufstellung, die der fränkische Kloppo sich da ausgedacht hatte. Defensiv hatte es in Heidenheim ja bereits ganz ordentlich geklappt so, und der derzeit technisch und spielerisch auffällige Sararer könnte in der Mitte durchaus für Alarm sorgen.

 

Beeindruckend ging es los, und zwar auf den Rängen. Eine große und sehr schöne Choreo zum 120 Geburtstag der launischen Diva machte Lust auf die Partie. So begann ein Spiel im Wechsel zwischen Abtasten und Neutralisieren. Der Gegner musste nämlich selbst wegen gleich zweier Rotsperren und leichter Blessuren im Team kräftig umbauen. Beide Teams ließen wenig zu, schafften aber auch keine berauschenden Momente. Und doch wurde auf ordentlichem Niveau gespielt: hohes Tempo, viel Einsatz und Lauffreude auf beiden Seiten.

Und dann wieder einer dieser Momente: man hatte gerade das Gefühl die Herren in Rot könnten sich aus der kontrollierten Situation heraus mal die ersten Chancen erarbeiten, da klingelte es schon hinter Rensing. Ein schneller Konter der Freibuger, eingeleitet durch einen Fehler von Bodzek, Schauerte zu weit aufgerückt, Bolly nicht konsequent in der Rückwärtsbewegung. 0:1. Trotzige Anfeuerungsrufe der 27.000.

Und plötzlich bekam der zahlende Zuschauer etwas geboten, was er sonst in Düsseldorf eher andersherum kennt. F95 beantwortet den Rückstand postwendend und machte aus einer schwachen Freiburger Ecke einen Blitzkonter zum 1:1. Sararer schickt Bolly steil, der den Turbo anwirft und locker 60 Meter im Vollsprint überbrückt. Glücklicherweise ohne den Ball zu vergessen, und diesen dann Schwolow durch die Hosenträger zu schieben. Geiler Moment.

Doch wir sind ja Fortuna, wir können alles. Und schon zwei Minuten später schlenzt ein Breisgauer gefühlvoll und unbedrängt aus fast 20 Metern den Ball in den Winkel. Zwei Fehler, zwei Gegentore - und damit mit Rückstand in die Kabine. Dort war kurz zuvor schon Julian Koch angekommen, Verdacht auf Sprunggelenksverletzung. Hast Du Scheiße am Fuß, hast Du halt Scheiße am Fuß.

 

Was nun wird sich auch Frank Kramer im Keller der Arena gefragt haben. Und er bewies, meiner Meinung nach, daß seine Ideen für die Aufstellung gar nicht so schlecht sind. Den verletzten Koch ersetzte Sobottka, der damit das erste mal für die Fortuna auflaufen durfte. Und dann stand da plötzlich Ya Konan auf dem Feld und der unglückliche Bodzek nicht mehr. Systemumstellung? Nein, aber eine interessante Rochade: Schmitz rückte auf die Sechs und Bodzeks Position. Bellinghausen dafür in die Verteidigung und Ya Konan auf den Flügel. 

Was auf den ersten Blick nach verzweifeltem Experiment aussieht, stellte sich fix als gute Variante heraus. Fortuna machte das Spiel und schnürte Freiburg immer mehr ein. Die Gäste überraschend passiv, ohne das gefürchtete schnelle Konter-Spiel.

Die Diva hingegen mit Leidenschaft und Kampfbereitschaft. Plötzlich ging was, auch auf den Rängen. Dann der Jubel: Sararer tankt sich in den Strafraum, hakt ein und der Pfiff ertönt: Elfer! Chance zum Ausgleich! Die Hütte tobt, der Gefoulte tritt selbst an - und macht eine Rückgabe aus dem Strafstoß. Es ist ein Bild, was Fortunas derzeitige Situation am besten beschreibt. In aussichtsreicher Position an sich selbst gescheitert. 

 

Die rot-weißen steckten aber nicht auf und auch der physische Akku schien trotz guter Laufleistung noch nicht leer. Daher wurde es noch eine spannende Schlussphase. Strohdieck per Kopf an die Latte, der Ball springt auf die Linie - knapp. Die Umstehenden Fans fordern den Videobeweis per hawkeye, doch der hat es in die zweite Liga ja noch nicht geschafft. Kurz danach Ya Konan mit Gewalt, auch an die Latte. Der Ausgleich wäre mehr als verdient. Und doch: es reicht nicht mehr.

 

So bleibt es bei der zweiten Heimniederlage. Es bleibt beim Fehlstart, bei schlechter Chancenverwertung. Aber es bleibt auch eine ordentliche Mannschaftsleistung, was nur nicht jeder wahrnehmen mag. Die Ergebnisse erinnern an die grauenhafte Rückrunde der Vorsaison, aber die Herren auf dem Platz tun das meiner Ansicht nach nicht. Kampfkraft und Leidenschaft sind erkennbar und auch spielerisch entwickelt man sich, wenn auch langsam. Allein die Ladehemmung macht Sorgen. Van Duinen hat viel gearbeitet in seinem ersten kompletten Spiel heute. Doch auch er kam nicht zum Abschluß. Absoluter Lichtblick dagegen Saraer, der Spielfreude und Athletik mitbringt.

 

Tabellenplatz, Torausbeute und Ergebniskrise - die harten Fakten sprechen gegen Fortuna. Doch er die zweite Hälfte heute als Ausgangsbasis nimmt, der kann nicht so pessimistisch in die Saison blicken. Wo letzte Saison es nach einer Truppe ohne Lust und Hoffnung aussah, zeigt sich derzeit eine Mannschaft mit Willen und Potential. 


Wat wir machen!

Nichts macht mehr Spaß, als sich Tag und Nacht mit Fortuna zu beschäftigen. Und am besten ist es doch, wenn man hier die Dinge so raushauen kann, wie sie sind. Das machen wir hier. Wer Bock hat, macht gerne mit! Aktuell sind wir zu zweit.

Wat los?

Meldet Euch, falls ihr Fragen habt oder Bock habt, Euch hier auch mal zu äußern. Wir freuen uns. 

Kontakt



.